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 Wie soll es weiter gehen mit der HSB 
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#1Ungelesener Beitrag Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Hey Leute,

habe gerade bei Radio SAW in den Nachrichten gehört das die Stadt Nordhausen als Gesellschafter
vielleicht austreten will. So weit wie ich es mit bekommen habe wird das endgültig am 29. Mai oder so
entschieden.

LG Markus


14. Mai 2013 16:34
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#2Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Hallo Markus,

Die Diskussionen gibt es schon länger.
Hintergrund sind Streitigkeiten im Vorstand der HSB. Gegen die Stimmen des Landkreises Nordhausen (der ist Gesellschafter, nicht die Stadt) hat man u.a. den Bau einer "gläsernen Werkstatt" in Wernigerode beshlossen. Die Nordhäuser sehen hierfür keinen Gewinn für die Nordhäuser Region. Ein weiterer Streitpunkt ist die stiefmütterliche Behandlung (nur 2 Dampfzüge) von Nordhausen nach Drei Annen Hohne. Aber auch hier sind die Nordhäuser Gesellschafter nicht ganz unschuldig. Durch den verstärkten Einsatz der Tram bis Ilfeld ist nicht wirklich mehr Platz für Plan-Dampfzüge nach Drei Annen Hohne, zum Brocken, nach Wernigerode und ins Selketal. Gesprächsangebote der anderern Gesellschafter hatten die Nordhäuser unverständlicher Weise bislang immer abgelehnt. Selbst das Land Sachsen-Anhalt, ebenfalls Gesellschafter der HSB, zeigt für das Verhalten den Landkreis Nordhausen wenig Verständnis, ist aber auch, im Falle eines Austritts der Nordhäuser, nicht bereit deren Anteile zu übernehmen.

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Viele Grüße aus Zlín (Südmähren)
Heidi


14. Mai 2013 17:17
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#3Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Vielen Dank für die Infos Heidi.
Mir war bislang nur bekannt das die Strecke kein Gewinn bringt.
Und habe es gerade im Radio S.A.W. gehört.

LG Markus


14. Mai 2013 17:50
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#4Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Hallo Markus,

wie Dir ja bekannt ist, habe ich im Harz sehr viele Bekannte, von denen einige in verschiedene Bereiche der HSB arbeiten. Zudem habe ich sehr gute Kontakte zu einem Eisenbahnhistoriker aus der Region, der sich bestens mit dem aktuellen Geschehen der HSB auskennt. Auch habe ich gute Kontakte zum Freundeskreis Selketalbahn, dessen Vorsitzenden ich persönlich kenne und schon das ein oder andere Bier mit ihm geleert habe. Aus diesen Quellen, die meiner Meinung nach sicherer sind als die der Medien, habe ich meine Infos.

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Viele Grüße aus Zlín (Südmähren)
Heidi


14. Mai 2013 17:59
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#5Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Leider habe ich die Kontakte nicht.
Dennoch bin ich mit meinen Eisenbahnfreunden mehr als zufrieden.
Ich hatte es nun mal in den Nachrichten bei "Radio SAW" gehört.
Wenn meine Unwissenheit bzw. mein Verhalten dies gleich hier ins
Forum fehl am Platz war bitte ich dies zu entschuldigen.


14. Mai 2013 18:25
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#6Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Sorry Markus,

18 201 hat geschrieben:
Leider habe ich die Kontakte nicht.
Dennoch bin ich mit meinen Eisenbahnfreunden mehr als zufrieden.
Ich hatte es nun mal in den Nachrichten bei "Radio SAW" gehört.
Wenn meine Unwissenheit bzw. mein Verhalten dies gleich hier ins
Forum fehl am Platz war bitte ich dies zu entschuldigen.


aber davon war doch garnicht die Rede!
Ich wollte nicht Deine Kompetenz anzweifeln noch sonst was.
Ich habe nun einmal weiterführende Infos und habe nur erklärt aus welcher Quelle diese stammen.

Es tut mir Leid, wenn Du dich dadurch angeriffen fühlst!

_________________
Viele Grüße aus Zlín (Südmähren)
Heidi


14. Mai 2013 18:50
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#7Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Hallo Ihr Zwei,

das die HSB als Ganzes rote Zahlen schreibt ist nicht von der Hand zuweisen und vom Land Sachsen- Anhalt subventioniert wird.
Wobei die Stecke Wernigerode, Drei Annen Hohne, Brocken die wirtschaftlichste ist steht auch fest.
Man muß nicht unbedingt Beziehungen haben, es reicht wenn man als Eisenbahnfan an der Strecke steht und nicht nur Züge fotografiert sondern auch mal einen Blick in die Züge werft.
Als hier in NRW in den Firmen Kurzarbeit angesagt war habe ich mich oft im Oberharz (Ostseite) auf gehalten.
Das eine Zugpaar Nordhausen Brocken ist gut ausgelastet aber ob sich ein zweites lohnt Fragezeichen.
Im oberen Bereich der Selketalbahn dagegen "Tote Hose".
Wenn in dem einen Dampfzug mal zehn Reisende waren, das sind schon viel. In den Triebwagen dagegen fast keiner.
Zur Ferienzeit sieht es besser aus.
Die ersten drei Züge vom Wernigerode auf den Brocken sind voll. Man möchte aber auch das der Reisende sein Auto in Wernigerode stehen läßt und mit dem Zug fährt, denn der Preis ist der gleiche
egal ob man in Wernigerode oder Schierke zu steigt.
In der DDR bei der DR waren die Züge voll. Urlauber wollten mal von A nach B und wieder zurück. Es hat auch nicht die Welt gekostet. Und dann war ja noch eins, die Fahrt geht durchs Grenzgebiet wo man sonst nie hin kommt.
Ich höre heute noch einen Eisenbahnfreund von mir aus dem Erzgebirge erzählen, das er direkt am "Zaun" entlang gefahren ist weil ein "Beobachtungsturm" dort stand. Heute weis ich das die Grenze von dieser Stelle noch sehr weit weg war.
Eins noch. Nach dem Abriss der Normalspurstecke zwischen Quedlinburg und Gernrode hat die HSB diese Strecke in 1000mm
für teures Geld wieder aufgebaut. Ob sich der Steckenabschnitt rentiert weis ich nicht.
Mein fast 40jähriges Patenkind hat auch einen Streckenneubau nach Tanne projektiert. Eine Stichbahn für einen Triebwagen ca. zwei Kilometer lang.
Das Projekt liegt auf Eis. Lohnt es sich? Nutzt den Zubringer überhaut jemand und kommen mit Direktanbindung an die HSB
mehr Urlauber, mehr Übernachtungen nach Tanne?

Trotzdem wünsche ich mir sehr das die Harzer Schmalspurbahnen noch recht lange dampfen und für die Eisenbahnfans und Urlauber ein Highlight bleiben.

Bild

Viele Grüße Mennix


14. Mai 2013 19:56
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#8Ungelesener Beitrag Re: Wie soll es weiter gehen mit der HSB
Mennix, das wünschen wir uns doch alle!

ich sagte auch nicht, dass Markus Hinweis falsch sei. ich ergänzte ihn nur mit Hintergrundwissen!

Die Nordhäuser boykottieren schon länger die Bestreben der HSB.
Beispiel: sei längerem sind Gespräche im Gange, die Regelspur Strecke Rübeland-Elebingerode-Drei Anne Hohne wieder zu reaktivieren, um so ein weiteres Touristisches Highlight zu erhalten und auch Blankenburg mit dem Schmalspurnetz zu verbinden und die 95 027 besser zu vermarkten. Heute kommt sie ja nur für Sonderfahrten in den Einsatz, was die Kosten für den Unterhalt nicht deckt. Da aber die Norhäuser hier keinen Vorteil für sich erkennen blockieren Sie solche Bestreben.

Es ist eben wie in der Industrie, jeder Teilhaber sieht nur die eigenen Vorteile, nicht aber das Gesamtkonzept, von dem letztendlich unterm Strich in Zahlen alle provitieren würden.

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Viele Grüße aus Zlín (Südmähren)
Heidi


14. Mai 2013 21:51
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