Aktuelle Zeit: 18. November 2017 16:51  





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 384

 Mit dem Nahverkehr von Frankfurt am Main nach Lübeck 
AutorNachricht
S-Bahner
Benutzeravatar

Wohnort: Lübeck
Geschlecht: männlich
#1Ungelesener Beitrag Mit dem Nahverkehr von Frankfurt am Main nach Lübeck
Guten Abend :1:

Letztes Wochenende musste ich für einen Tag kurzfristig nach Frankfurt am Main...für die Rückfahrt am Sonntag bekam ich allerdings kein günstiges Ticket mehr. Da ich Zeit hatte und natürlich gern mit der Bahn fahre, habe ich mir dann für 40 Euro das Schöne-Wochenend-Ticket gekauft und ab ging die Post :19: . Los ging es im Hauptbahnhof Frankfurt am Main ab 07:18 Uhr mit dem RE 4152 nach Kassel HBF. Die 146 255 der Deutschen Bahn war bereit, den Doppelstockzug mit Steuerwagen 50808035307-3 anzuschieben. Ich nahm derweil im Wagen 50802681341-2 Platz. Pünklich verliess der Zug die Station, allerdings schon eine halbe Stunde später kam es im Bahnhof Friedberg zu einem viertelstündigen Zwangsaufenthalt. Die Bahnpolizei musste einen ungebetenen Fahrgast aus dem Zug entfernen, näheres blieb allerdings unbekannt. In den restlichen anderthalb Stunden konnte der Regional-Express zumindestens 5 Minuten Verspätung aufholen und wir liefen um 09:45 Uhr im HBF Kassel ein.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Nach einer guten Stunde Aufenthalt, die ich mit der Fotojagd auf allerlei "Beifang" nutzte, ging es dann mit dem CAN 24018 um 10:46 Uhr weiter in Richtung Göttingen. Hierzu wurde mit 427 056 ein dreiteiliger Triebzug der Cantus Verkehrsgesellschaft eingestzt. Dieser Abschnitt der Reise hatte gefühlt eher etwas von einer S-Bahn-Fahrt in einem gut frequentierten Zug. Entschädigt wurde ich allerdings von der Streckenführung. Es wurden Kindheitserinnerungen wach, denn der Zug befuhr die Strecke, die vor ICE-Zeiten noch von allen Fernzügen benutzt wurde. Wie oft bin ich hier mit D- und Schlaf-bzw Liegewagenzügen langgeruckelt. Ausserdem gab es beim Blick aus dem Fenster ein paarmal freie Sicht auf die Schnellbautrasse und die A7, die zum Teil hoch über uns auftauchten. Nach einer kurzweiligen Stunde liefen wir pünktlich um 11:40 Uhr in Göttingen HBF ein.

Bild

Bild

Bild

Dort wartete bereits 146-16 CELLE, eine Bombardier Traxx P160 AC2 der Metronom Eisenbahngesellschaft mbH. Sie sollte um 12:09 Uhr den Doppelstockzug ME 82816 mit Steuerwagen 55808673292-9 nach Uelzen schieben. Pünktlich um 12:09 Uhr ging es dann los und ich nahm Platz in dem sogenannten Ruhewagen gleich hinter der Lok. Hatte ich mich innerlich zu Beginn der Fahrt noch über ein paar Handy-Telefonate einer Dame zwei Reihen hinter mir geärgert, wurde der Begriff Ruhewagen ab Hannover HBF endgültig ad absurdum geführt. Es fand auf der Station nahezu ein kompletter Fahrgastwechsel statt und eine Jugendgruppe samt Aufsichtpersonen machten sich in dem Abteil breit. Da war es dann mit der Ruhe endgültig vorbei. In mir selbst wurde es auf diesem Abschnitt allerdings noch einmal sehr still, denn nach Celle hielten wir planmässig im Bahnhof Eschede...was hier 1998 mit dem ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen“ passierte wird wohl ewig mit diesem Ort verbunden bleiben.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Um 14:38 Uhr erreichten wir pünktlich Uelzen. Dieser Zug endete hier und machte sich auf den Weg ins Depot der METRONOM...wenig später wurde dann von dort die 146-01 SCHEEßEL (146501-2) bereitgestellt. Sie sollte als ME 82122 um 15:01 Uhr in Richtung Hamburg HBF abfahren. Das passierte dann auch und es begann für mich der kürzeste Abschnitt der Reise. Nach einem "Quickie" von gerademal 23 Minuten erreichten wir Lüneburg.

Bild

Bild

Bild

Bild

Der Metronom machte sich nach kurzem Aufenthalt aus dem Staub und das grosse Finale stand an. Es erschien DB 648 353, ein Alstom Coradia LINT 41 aus Kiel HBF zur Rückfahrt als RE 21824 nach Kiel HBF. Und es begann ein Massenansturm auf dass Züglein. Während der Wartezeit auf die Abfahrt wurde es jetzt extrem stickig in dem vollem Zug. Gottseidank ging es aber pünktlich um 15:45 Uhr los und auch die Klimaanlage sprang jetzt an. Für einige Passagiere direkt an den Fensterplätzen allerdings so heftig, dass sie sich wieder in ihre abgelegten Jacken einmummelten. Aber auch dieser Abschnitt der Reise ging dann nach einer guten Stunde zu Ende und wir erreichten pünklich um 16:52 Uhr den Hauptbahnhof Lübeck.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Fazit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stimmig...für nur 40 Euro bekommt man 9 Stunden lang Spass-Spiel-Spannung :D . Man muss schon begeisterter Zugfan sein, wenn man diesen Tripp halbwegs geniessen will. Allen Anderen kann ich nur davor abraten. Ich war nach der Reise ziemlich erschöpft und der Boppes (hessisch für Po) tat weh. Aber vielleicht liegt das ja auch schon an meinen 57 Lenzen :Ja .

Nichtsdestotrotz habe ich schon einen Plan sobald ich in Ruhestand bin, sozusagen den Mount Everest unter den Nahverkehrstrecken: Mittenwald ab 05:36 nach Flensburg an 22:57 Uhr bei nur 7 Umstiegen :Ja .

Viele Grüsse
Waterclerk

_________________
www.luebeck-port-diary.de


23. Juli 2016 21:42
Profil Besuche Website
folgende User möchten sich bei waterclerk bedanken:
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Gehe zu:  
Beteilige Dich mit einer Spende
© phpBB® Forum Software | designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums 3 & Free Forums/DivisionCore.
phpBB3 Forum von phpBB8.de Archiv | Kontakt & Rechtliches free forum hosting
web tracker