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 Kleiner Einblick in die InnoTrans 2012 
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Kleiner Einblick in die InnoTrans 2012

Hallo, Ahoj, もしもし, Hello, ïðèâåò, Bonjour, Halo, Hallå

Für drei Forumsmitglieder ging es am 21. September zur InnoTrans 2012. Zum neunten Mal fand die internationale Fachmesse für Verkehrstechnik und Fahrzeugsysteme statt. Alle zwei Jahre, im September, öffnet dafür das Messegelände der Stadt Berlin seine Tore.

Schwerpunktmäßig dreht sich die Ausstellung um spurgebundenen Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr sowie deren Baugruppen und Komponenten. Die Infrastruktur und die Fahrwegtechnik sind ebenso wie die Informationstechnologien und das Verkehrsmanagement ein weiterer Themenschwerpunkt.

Kommen wir zu den Bildern der spurgebundenen Fahrzeuge im Personen- und Güterverkehr …

Los geht es mit dem von ŠKODA gebauten RegioPanter (CD 640 002/641 002). Die elektrische, einstöckige „Drei-Wagen-Einheit“, stellt eine völlig neue Generation moderner Niederflur-Fahrzeuge dar. Mit einer Leistung von 6 x 340 kW, einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Km/h und einer Länge über Puffer von 79,40 m, finden im Triebzug 241 Menschen platz. Dabei sind neun Sitze für die erste Klasse und 232 Sitze für die zweite Klasse vorgesehen.

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Die europäische Richtlinie „Non-Road Mobile Machinery Directive“ (NRMM) fordert seit Beginn diesen Jahres strenge Abgasgrenzwerte (Stage IIIB), die nur
durch neu konstruierte Großdiesel zu erreichen sind. Eine solche Variante bietet Vossloh mit der G 6 ME, welche laut Anschrift die erste Diesellokomotive im EURO 5-Standard ist.

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Unser Rundgang führt uns nun zum ersten Güterwagen. Der Metrans Sggnss 33 54 457 6 099-4 ist ein 80-Fuß-Einrahmen Containertragwagen. Beladen werden kann er üblicherweise mit zweimal 20 Fuß und einmal 40 Fuß, bzw. zweimal 40 Fuß Containern.

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Stadler, einer der größten Repräsentanten der Messe, stellte unter anderem auch den „MUTZ 004“ (MUTZ: Moderner, Universeller TriebZug) vor. Dieser Niederflur-Doppelstocktriebzug RABe 515 004 wird in einer Stückzahl von 28 Fahrzeugen hergestellt. Die Indienststellung soll von September 2012 bis Dezember 2014 erfolgen. Die vierteilige Einheit bietet in der ersten Klasse 61, und in der zweiten Klasse 274 Fahrgästen eine Sitzgelegenheit. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt, wie beim RegioPanter, 160 Km/h. Eine Dauerleistung von 4000 kW setzen die 211 t und 102,60 m in Bewegung.

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Weiter geht es mit einem Dieselsechsachser-„Recyclingprodukt“ und zwar der KOLPREM 16D-009 der Newag.
Es handelt sich um eine modernisierte TEM 2 / SM 48. Leider habe ich zu diesem Fahrzeug keine weitern technischen Daten gefunden.

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Ein weiterer Gütenwagen war der von LEGIOS hergestellte Schüttgutwagen Faccns 33 54 698 5 097-8. Dieser weist einem Laderaum von 48 m³ auf. Enercon überführte Anfang des Jahres schon rund 60 Wagen dieses Typs über das Vogtland.

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Stadtler stellte auf der diesjährigen InnoTrans den neuen Intercity-FLIRT vor. Dieser soll ab Ende des Jahres zwischen Prag und Ostrava den Bahnbetrieb
aufmischen. Diese Intercity-Züge hat LEO Express, ein erst kürzlich in den tschechischen Eisenbahnmarkt eingestiegenes EVU, beim Schweizer Eisenbahnhersteller bestellt. Die 90 Meter langen, fünfteiligen Fahrzeuge werden eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Sie zeichnen sich durch eine, innerhalb ihres Segments, einzigartige Beschleunigungs- und Bremsfähigkeit aus. Die Fahrgäste können zwischen Premium-, Business- und Economy-Class wählen. Von den insgesamt 237 Sitzplätzen werden 6 zur Premium-Class, 19 zur Business-Class und 212 zur Economy-Class gehören.

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Nächste Station ist eine Polnischen 3-System-E-Lok für 15 und 25 kV Wechsel- sowie 3 kV Gleichspannung. Die von ZNLE Gliwice hergestellte E-Lok E4MSU „Griffon“ soll neue Maßstäbe im Preis-Leistungsverhältnis setzen. 800 t schwere Schnellzüge und 3200 t schwere Güterzüge sind nach Herstellerangaben kein Problem. Eine reine Gleich- und Wechselstromvariante soll folgen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 bzw. 200 km/h. Die Lokomotive bringt ein Gewicht von 88t auf die Gleise. Sie besitzt eine Anfahrzugkraft von 330 kN und eine Leistung von 5600 kW.

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Formgleich zum RABe 515 004 wurde auch der ODEG 445 102 präsentiert. Außer den augenscheinlich gleichen äußeren Merkmal überzeugt der 445 102 mit folgenden technischen Daten. Ganze 2,62 m ist dieser Triebzug länger als der RABe 515 004. Somit besitzt er eine LüP von 105,22 m, bei einer Dienstmasse von 205,80 t. 428 Sitzplätze werden hier dem Fahrgast zur Verfügung gestellt, wovon 24 in die erste Klasse und 404 (davon 80 Klappsitze) in die zweite Klasse entfallen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Km/h bei ein Anfahrzugkraft von 200 kN. Die Fahrzeugbreite beträgt 2.800 mm, die Fahrzeughöhe 4.630 mm. Das Einsatzgebiet der 16 bestellten Fahrzeuge erstreckt sich über das Netz der Stadtbahn Berlin/Brandenburg, Wismar – Wittenberge – Berlin Hbf und Cottbus – Stendal – Rathenow – Berlin Hbf – Jüterbog.

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Es folgt die bekannte, heiß diskutierte, dieselelektrische Traxx-Lok mit vier Dieselgeneratoren, von Bombardier. Auftraggeber für diese Ingenieurkunst ist DB Regio. Auf der InnoTrans wurde diese Maschine erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Viel muss über diese Triebfahrzeug nicht mehr erzählt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Km/h, die durch vier, sehr robuste Hochleistungs-Industrie-Dieselmotoren*, herausgekitzelt werden sollen.

[small]*Die CAT-Typen hab ich mir leider nicht notiert![/small]

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Auch die Schweizer Bundesbahn war mit zwei Fahrzeugen vertreten. Als Erstes zeig ich die 420 205, die durch eine Modernisierung für 20 weitere Jahre zu Diensten stehen soll. Die Modernisierung umfasst folgende wichtige Punkte:

[small]- Sanierung und Werterhaltung der Re 420 für ihre Betriebssicherung in den kommenden 20 Jahren
- Anpassung der Vielfachsteuerung für die Re 420 mit den Schnittstellen an den beiden Stirnseiten der Lokomotiven
- Nachrüstung Kompressor mit Wasser/Öl-Abscheider und Lufttrockner
- Ausrüstung des Führerstandes mit Anzeige- und Bedienkonsolen
- Ersatz der Frontbeleuchtung durch moderne LED-Beleuchtung
- Neulackierung
- Ausrüstung mit allen Funktionen für die Steuerung der Doppelstockwagen[/small]

Bis Ende 2016 bekommen noch weitere 28 Maschinen solch eine Modernisierung.

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Für Führerstandsmitfahrten wurde die von Herrn Hermann Wiebe erworbene Dampflok "Emma" zu Verfügung gestellt.
Die 1925 im Hause Hanomag gebaut Lok wurde in der Zuckerfabrik Rethen eingesetzt, und dort im Jahre 1968 abgestellt.

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Voith war mit einer Gravita 15L BB (265 302) vertreten. Sie wurde in den Lackierungsvarianten der EVU's lackiert,
an diese sie ausgeliefert werden soll bzw. wird.

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Die SNCF stellte den schon etwas älteren SNCF Z 50000 „Spacium“ von Bombardier vor. Der als „Vorortzug“ eingesetzte Triebzug hat in der Version mit acht Wagen, wie er hier zu sehen, eine länge von 112,50 m und eine Leermasse von 235 t. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 Km/h. Der Passagier kann sich einen der 503 Sitzplätze bzw. einen der 402 Stehplätze aussuchen, wobei mir nicht bekannt ist, wie viel Plätze für die 1. und 2. Klasse vorgesehen sind. 172 Triebzüge wurden bestellt. Davon sind bereits rund 50 Fahrzeuge bei der SNCF im Einsatz.

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Ein weiteres Fahrzeug, welches bestaunt werden konnte, war die zwischen den Jahren 1989 bis 1997 gebaute Re 450 014. Die vierachsige Umrichterlokomotive der SBB ist für die erste Generation von Doppelstock-Pendelzügen konzipiert worden. Bei dieser E-Lok Konstruktion wurde, aufgrund des Pendelverkehrs, auf einen zweiten Führerstand verzichtet. Der so gewonnene Platz wird als Gepäckabteil genutzt. DIe Maschine schafft 130 Km/h. Für die Traktion stehen 240 kN Anfahrzugkraft und eine Dauerleistung von 3200 kW zur Verfügung. Das Kraftwerk ist auf einer LüP von 18,40 m untergebracht. Auf die Schiene bringt die Lok 74 t.

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Der polnische Hersteller Newag stellte seinen 6teiligen Elektrotriebzug "Impuls" vom Typ 35WE vor. Dieser soll bei der SKM (Stadtschnellbahn Warschau) seine Dienste versehen. Im Zug finden 903 Personen platz. Davon können sich 288 Menschen setzen. Die Gesamtlänge des Fahrzeugs beträgt 110,86 m. 8 400 kW starke Drehstrom-Asynchron Motoren beschleunigen die Schnellbahn bis auf 176 Km/h. Als Stromversorgung dient dabei das 3000-V-Gleichspannungsnetz.

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Die zur ERMEWA Group gehörende Werkstatt Ateliers d'Orval stattete einige Wagen vom Typ Fanps mit einem mechatronischen Beladungs-System aus. Dies soll die Ergonomie und die Sicherheit erhöhen.

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Zurzeit steht die Ablösung der Baureihe 420 im Stuttgarter S-Bahn-Netz an. Im Jahr 2015 folgt dann die S-Bahn Rhein-Main. Zukünftig soll der neue Triebwagen der Baureihe 430 die Aufgaben seines Vorgängers übernehmen. Weiterhin soll die Garnitur auch die X-Wagen, bespannt mit Lokomotiven der Baureihe 143, bei der S-Bahn Rhein-Ruhr ersetzen. Hersteller des Triebzuges sind Alstom und Bombardier. Der durchgängige Elektrotriebwagen besitzt eine LüK von 68,30 m. Eine Stundenleistung von 2350 kW ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Km/h. Neben dem Sitzplatzangebot von 184 Sitzen, davon sind 16 Klappsitze in Mehrzweckbereichen, sind weitere 310 Stehplätze vorhanden. Von den bestellten 178 Fahrzeugen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch keins ausgeliefert worden.

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Ein kurz Blick unter die Kulissen: So kommen auch Breitspurfahrzeug in den Genuss, ein Ausstellungsstück bei der InnoTrans zu sein.
Zu sehen ist das Fahrgestell des Regionaltriebzugs Desiro RUS

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Als Letztes stellt sich die Eem 923 005 der SBB Cargo vor. Es handelt sich hier bei um eine  Zweikraftlokomotive die wie soll es anders sein von Stadler entwickelt und gebaut wurde. Die 923er auch „BUTLER“ genannt hat ein Einsatzgebiet im leichten Zustell- und Rangierdienst. Dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 100 Km/h kann die Rangierlokomotive auch im leichten Streckendienst eingesetzt werden. Die Auslieferung der 30 Maschinen erfolgt in den Jahren 2012/2013. Die erste Maschine steht seit 8. März 2012 in Diensten der SBB Cargo. Zwei Drehstrom-Asynchronmotoren mit Stromrichtern sorgen für den elektrischen Antrieb. Für die Abschnitte ohne Fahrdraht ist eindieselelektrischer Antrieb mit einem 336 kW starken Dieselmotor vorhanden.


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Gruuuß Micha


1. Oktober 2012 23:14
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